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Wie wir die Macht der Spiegelneuronen zum Wohle unserer Kinder nützen können

Die „Spiegelneuronen“ bilden ein emotionales Resonanzsystem, das uns mit anderen Menschen wie durch Geisterhand verbindet. Wenn beispielsweise eine Person eine Zitrone isst und dabei das Gesicht verzieht, bekommen auch wir sofort ein säuerliches Gesicht und säuerlichen Geschmack im Mund. Wenn eine Person in einer Gruppe gähnt, dann werden auch andere Personen innerhalb dieser Gruppe rasch mit Gähnen angesteckt. Oder denken Sie doch einmal daran, was passiert, wenn ein Baby unter vielen Säuglingen zu weinen beginnt.

Mutter wirkt auf Kindkind mit ihrer offenen Haltung ansteckend: beide lachenIndividuelle Lernerfahrungen, Wahrnehmungen, Gefühle und Verhaltensweisen werden spiegelneuronal, sozusagen in „Lichtgeschwindigkeit“, an andere Menschen weitergereicht. Diese neuronalen Strukturen wurden von einem Forscherteam des italienischen Hirnforschers Giacomo Rizzolati entdeckt und von ihm unter dem Namen „Spiegelneuronen“ wissenschaftlich beschrieben.

Kinder bis zum 7. Lebensjahr sind besonders leicht spiegelneuronal beeinflussbar, sowohl in positiver als auch in negativer Weise. Dies deshalb, weil sie noch keine funktionierenden Kontroll- und Schutzmechanismen entwickelt haben. Verhaltensweisen und Gefühlszustände von Eltern wie Unruhe, Hektik, Nervosität, Angst, Langeweile oder Aggression übertragen sich nur allzu schnell auf ihre Kinder.

In diesem Sinne können wir Kinder spiegelneuronal positiv aufladen durch:

  • eine offene und entspannte Körperhaltung,
  • ruhige und sanfte Bewegungen,
  • Lächeln,
  • interessiertes Nicken,
  • eine angenehme und sanfte Sprachmelodie,
  • die Verwendung positiver Wörter,
  • Loben,
  • Lachen, Spaß und Humor,
  • kreative und abenteuerliche Ideen,
  • ausgedehnte Aufenthalte in der Natur,
  • Rituale (Essen, Feiern …),
  • Gemeinsamkeit und Verbundenheit,
  • viel Körperkontakt, z. B. Umarmungen (jede Umarmung produziert Unmengen an Glückshormonen; nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern),
  • Spielen, Singen, Malen, Tanzen,
  • und last, but not least: Jubeln, Jubeln, Jubeln (oder kennen Sie ein Kind, das gleichzeitig jubeln und traurig sein kann ;-)).

Viel Freude und Inspiration beim Umsetzen,
Ihr Peter Strobl
Trainer, Coach & Pädagoge

Peter Strobl unterrichtet als erfahrener Pädagoge bereits seit Jahren erfolgreich unseren Babysitterkurs und sorgt für begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.